Rudergeräte für Zuhause sind nicht allzu weit verbreitet, wie zum Beispiel ein Crosstrainer oder ein Laufband. Jedoch erreichst Du damit eine hohe Fitness. Als sogenannter Kraftausdauersport werden alle Deine Muskeln beim Rudern beansprucht. So trainierst Du den Oberkörper ebenso wie den Unterkörper. Darüber hinaus baust Du durch dieses intensive, körperliche Training den Alltagsstress ab.

Rudern kannst Du in jedem Alter. Es zählt zu den gelenkschonendsten Sportarten, da hier überwiegend flüssige Bewegungen vollzogen werden. Ebenso fördert ein Fitness Rudergerät die Gewichtsreduzierung. Bei richtiger Ausübung kannst Du enorm viele Kalorien verbrennen, wobei der Kalorienverbrauch auch in der anschließenden Ruhephase sich fortsetzt. Neben einer höheren Beweglichkeit für Deinen Körper gehört wohl zu den wichtigsten Aspekten die Rückenstärkung. Gerade für diejenigen, die tagsüber im Büro sitzen, kann Rudern der Volkskrankheit Rückenleiden entgegenwirken. Hier wird die Rückenmuskulatur so gestärkt, dass damit die Wirbelsäule und auch die Bandscheiben entlastet werden. Vorteilhaft ist, dass Du die Rudergeräte für Zuhause individuell an Deine persönliche Leistung einstellen kannst.

Das richtige Rudergerät finden – Beratung zu Rudergeräten

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Welche Typen von Rudergeräten gibt es?

Grundsätzlich werden folgende Modelle unterschieden:

  • Rudergeräte mit Magnet-Bremssystem
  • Rudergeräte mit Luftwiderstand
  • Rudergeräte mit Wasserwiderstand
  • Rudergeräte mit Seilzug
  • Rudergeräte mit Hydraulikzylinder
  • Rudergeräte mit Auslegern

Rudergeräte mit Magnet-Widerstand

Über den Griff und das Zugseil wird eine große Schwungmasse angetrieben, die sich vorne im Rudergerät zu Deinen Füßen befindet. Die Kraft wird mit Magnetkraft abgebremst, sodass sich hierdurch der Trainingseffekt ergibt. Dabei sind diese Modelle mit Elektro- oder Dauermagneten ausgestattet. Vorteilhaft ist, dass diese Rudergeräte sehr gleichmäßig arbeiten. Bei Kauf solltest Du auf eine große Schwungmasse achten, da nur dadurch eine flüssige Ruderbewegung erreicht wird.

Rudergeräte mit Luftwiderstand

Die Rudergeräte mit Luftwiderstand vermitteln ein echtes Ruder-Feeling. Hierbei wird der Widerstand beim Ziehen des Zugseils durch ein Luftrad geregelt. Das Luftrad dreht sich kontinuierlich weiter, sodass Du in der Ruderbewegung nach vorne in das drehende Rad hineingezogen wirst. Dieses Gefühl ist vergleichbar mit dem Rudern mit einem echten Ruderboot. Die Bewegungen erfolgen hier sehr fließend.

Rudergeräte mit Wasserwiderstand

Zu den Top-Modellen gehören die Rudergeräte mit Wasserwiderstand. Erkennbar sind diese an einem waagerecht liegenden Wasserbehälter zu Deinen Füßen. Auch hier wirst Du bei der Ruderbewegung durch ein drehendes Wasserrad nach vorne gezogen. Dieser Effekt kommt dem echten Rudern am nächsten. Interessant ist, dass Du hier auch gleich das Wasserplätschern hörst. Diese Geräte sind jedoch verhältnismäßig teuer.

Rudergeräte mit Seilzug

Sehr verbreitet sind Rudergeräte mit Seilzug. Auch diese arbeiten mit einer Magnetbremse. Da hierbei keine spürbare Reibung des Zugseils aufkommt, erfährst Du eine angenehme und harmonische Ruderbewegung. Diese Modelle sind schon recht preisgünstig erhältlich und eignen sich sehr gut für Einsteiger.

Rudergeräte mit Hydraulikzylinder

Bei diesen Rudergeräten wird der Widerstand durch einen Hydraulikzylinder gebildet. Sowohl bei der Vorwärts- als auch Rückwärtsbewegung spürst Du hier einen Gegendruck. Leider kann hierbei der Widerstand nur selten genau eingestellt werden. Ebenso unterliegen diese Geräte einem höheren Verschleiß. Dafür werden Sie häufig günstig angeboten.

Rudergeräte mit Auslegern

Zu den ersten Rudergeräten gehören die Modelle mit Auslegern. Diese werden jedoch nur noch selten angeboten. Sie kommen von der Bauart einem echten Ruderboot sehr nahe. Diese Geräte arbeiten mit einer Hydraulikbremse. Sie richten sich an Fortgeschrittene, da die Arme in Einklang mit einem gleichmäßigen Ziehen gebracht werden müssen.

Rudern Zuhause

Worauf solltest Du vor dem Kauf achten?

Welcher Typ passt zu meinen Anforderungen

Bevor Du Dich für ein Rudergerät interessierst, solltest Du anhand der vorgenannten Modelle überlegen, welches Dir am ehesten zusagt. Wenn Du regelmäßig trainieren möchtest, dann kommen die Modelle mit Magnetbremssystem, Luftwiderstand und Wasserwiderstand in Betracht. Wenn Du dagegen nur selten an einem solchen Fitnessgerät trainieren möchtest oder das Rudern erst einmal kennenlernen möchtest, dann kannst Du auch zu den Modellen mit Seilzug oder Hydraulikzylinder greifen. Ich selbst würde vielleicht ein Modell mit Luftwiderstand wählen.

Wie viel will ich ausgeben?

Gute Rudergeräte können ihren Preis haben. So kostet zum Beispiel das Modell Concept2 indoor Rower mit Luftwiderstand rund 1.000 Euro. Dagegen kannst Du ein Modell mit Magnetbremssystem schon für knapp 190 Euro bekommen. Natürlich gibt es auch Discounter-Ware für um die 100 Euro. Einen echten WaterRower mit Wasserwiderstand erhältst Du ab 1.200 bis 1.600 Euro. Letztlich kommt es darauf an, ob Du Spaß an dieser Sportart hast. Die höherwertigen Modelle bieten Dir interessante Trainingscomputer, Herzfrequenz- und Pulsmesser, sodass Du hier immer Deinen Trainingserfolg kontrollieren kannst.

Körpergröße & Gewicht

Die meisten Rudergeräte sind für alle gängigen Körpergrößen geeignet. Wenn Du besonders groß bist, dann solltest Du darauf achten, dass bei durchgestreckten Knien die Sitzbank nach hinten noch etwas Platz bietet. Mit angewinkelten Beinen kannst Du keine richtige Rudertechnik ausführen. Ebenso musst Du auf das maximal tragbare Gewicht achten. Die meisten Geräte sind für bis zu 150 kg ausgelegt.

Sitzhöhe, verstellbare Fußpads

Besonders wichtig ist eine richtige Sitzposition. So bieten einige Top-Modelle eine Sitzhöhe von 50 cm. Dies hat den Vorteil, dass auch Menschen mit Knieproblemen dort einfach Platz nehmen können. Damit die Füße immer in der richtigen Position bleiben, sollte Dein Rudergerät über verstellbare Fußpads verfügen. Diese sind meist noch mit Schnallen ausgestattet, sodass Du Deine Sportschuhe sicher fixieren kannst.

Platzbedarf, Transportrollen etc.

Natürlich nehmen Rudergeräte im ausgeklappten Zustand eine Länge von bis zu 200 cm ein. Die Geräte sind durchschnittlich 50 cm breit und wenigstens 75 bis 80 cm hoch. Einige Geräte lassen sich nicht zusammenklappen, bieten dafür aber vorne zwei Transportrollen. Andere sind nicht nur mit Transportrollen ausgestattet, sondern können in der Mitte auch platzsparend zusammengeklappt werden.


Hat das Gerät einen Toten Punkt? – Warum unbedingt vermeiden?

Bei einigen Rudergeräten konnte ein sogenannter toter Punkt festgestellt werden. Hierbei handelt es sich um eine Stelle in der Ruderbewegung, bei der Du keinen Widerstand spürst. Zum Teil sind hiervon die Geräte mit Hydraulikzylinder und mit Seitenausleger betroffen. Durch einen toten Punkt wird das Rudergefühl stark beeinträchtigt. Dabei kann es vorkommen, dass in den ersten Zentimetern der Ruderbewegung kein Widerstand zu spüren ist. Achte darauf, dass bei Deinem Rudergeräte die Widerstandsstufen individuell einstellbar sind. Die Modelle mit Magnetbremssystem, Luft- und Wasserwiderstand lassen sich hier am besten einstellen.


Welche Funktionen haben die Trainingscomputer?

Sehr wichtig ist ein guter Trainingscomputer. Hierüber kannst Du die verschiedensten Trainingsprogramme einstellen. Die meisten Geräte informieren Dich über die Schlagzahl, die Gesamtschläge und die Trainingszeit. Wichtig ist, dass Du den Trainingscomputer jederzeit beim Rudern erreichen kannst, sodass Du hier Veränderungen und Einstellungen vornehmen kannst. Bei einigen Geräten ist auch ein Herzfrequenz- und Pulsmesser mit an Bord. Zum Teil benötigst Du in diesem Fall jedoch einen Brustgurt für eine aussagekräftige Messung. Zu den wichtigsten Angaben gehören die Schlagzahl und die Zeit. Daran orientieren sich auch die meisten Trainingspläne.


Vergleich zu den anderen Fitnessgeräten

Die Vorteile eines Rudergerätes wurden bereits weiter oben erwähnt. Es handelt sich hierbei um ein Ganzkörpertraining, welches dank seiner fließenden Bewegungen sehr gelenkschonend ist. Dennoch erreichst Du hier einen optimalen Trainingseffekt. Sowohl Fitness als auch Kraft werden hier trainiert.

Der Crosstrainer ist ebenfalls sehr beliebt und dient sowohl der Fettverbrennung als auch dem Muskelaufbau. Auch mit einem Crosstrainer kann sowohl die Oberkörper- und die Unterkörpermuskulatur gleichermaßen gestärkt und trainiert werden. Hauptsächlich handelt es sich um das Gesäß und die Oberschenkel. Die Armmuskeln werden unterstützend trainiert, wobei hier kein großer Widerstand, wie beim Rudern, festzustellen ist. Gute Crosstrainer verfügen ebenfalls über ein Magnetbremssystem, wobei auch hier die Qualität von der Größe der Schwungmasse abhängig ist. Beachte, dass sich die Schwungmasse meist hinter Dir befindet und Du sehr steil auf dem Crosstrainer stehst.

Das Laufband dient der Kondition des Körpers. Jedoch findet hier in erster Linie eine Laufbewegung auf einem gedämpften Endlosband statt. Die Arme und der Oberkörper werden weniger beansprucht. Stattdessen erhältst Du straffe Waden und Oberschenkel. Auch der Po wird trainiert. Das Laufband ist nicht ganz so effizient wie zum Beispiel ein Crosstrainer oder ein Rudergerät.

Beim Ergometer handelt es sich um ein sogenanntes Fahrrad-Ergometer. Hier sitzt Du wie auf einem Fahrrad und stützt Dich mit den Armen und Händen am Lenker ab. Vornehmlich werden hier die Beine und der Po trainiert. Dank verschiedener Schwierigkeitsstufen kannst Du hier auch anstrengende Trainingsstrecken absolvieren. Das Ergometer ist nicht so effizient wie die vorgenannten Fitnessgeräte.

Als Alternative zum Crosstrainer gibt es noch den Ellipsentrainer. Hier findest Du die Schwungmasse vorne, sodass sich hierdurch ein sehr effektiver und flüssiger Trainingseffekt ergibt. Auch hierbei bewegst Du vornehmlich die Beine, sodass Waden, Oberschenkel und Po trainiert werden. Die Arme werden über zwei Stangen mitgeführt, sodass diese passiv trainiert werden. Insgesamt lässt sich ein Ellipsentrainer angenehmer handhaben, wie ein Crosstrainer.

Was kosten diese Trainingsgeräte?

  • Crosstrainer werden im Preisbereich zwischen rund 300 und 1.000 Euro angeboten.
  • Ellipsentrainer sind etwas teurer und können bis zu 3.000 Euro kosten
  • Fahrradergometer sind schon günstig ab 100 Euro erhältlich
  • Gute Laufbänder fangen dagegen bei knapp 400 Euro an
  • Rudergeräte fangen ab 100 Euro an und reichen bis etwa 1.600 Euro.

In Bezug auf den Spaßfaktor können die Rudergeräte durchweg mithalten. Auch hier kannst Du gegen Strecken und Zeit rudern. Das Training ist besonders körperintensiv. Einen hohen Trainingseffekt erreichst Du, wenn Du längere Zeit mit Pausen zwischendurch ruderst. Ebenfalls viel Spaß macht das Fahrradergometer, auch wenn Du hier lediglich in die Pedale trittst. Mittlerweile gibt es hier aber ausgeklügelte Systeme mit Leinwand und virtueller Landschaft. So kannst Du hier zum Beispiel auch die Tour de France nachfahren. Laufbänder sind für all diejenigen die richtige Wahl, die in der kalten und widrigen Jahreszeit nicht auf ein Lauftraining verzichten möchten. Gute Laufbänder bieten viele Schwierigkeitsstufen und können Spaß bereiten. Reine Ausdauergeräte sind die Cross- und Ellipsentrainer. Wie bereits eingangs erwähnt, haben hier die etwas teureren Ellipsentrainer beim Spaßfaktor die Nase vorn.